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2015
Die Vereinsfahne von 1911 zerfällt. Mit Hilfe einer Umlage wird eine aufwändige Restaurierungsaktion gestartet. Eine auf die Restaurierung von Stoffen spezialisierte  Restauratorin arbeitet fast zwei Monate an dem Stück. Die Arbeiten im Einzelnen:
- Reinigung,
- zusammenzwirbeln und fixieren der losen Teile der aufgenähten Schnüre und der Fransen,
- Ersatz fehlender Teile des Fahnentuches durch Einnähen speziell gefärbter Tuchstücke,
- einfärben von feinem, durchsichtigem Gewebe auf die Grundfarbe der Fahne,
- Einnähen der kompletten Fahne in das Gewebe,
- Öffnen des Gewebes entlang der Konturen der Stickereien und der aufgenähten Schnüre,
- Fixieren der Schnittränder des Gewebes durch Handnähte entlang der Stickereien und der
  Schnüre.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Bei sachgemäßer Lagerung wird die alte Fahne (hoffentlich) noch etliche Jahre präsentabel sein.

   
   
   
vorher nachher

3. September 1992
Wiedergründung der Schützengilde Tempelfelde 1861 nach fast 50 Jahren Zwangspause
   
Urkunde zur Wiedergründung   Biesenthaler Anzeiger vom September 1992    

Frühjahr 1992
Nach langwierigen Recherchen gelingt es den späteren Schützenbrüdern Günter Hanisch und Andreas Weigner die 1911 gestiftete und im 2. Weltkrieg verloren gegangene Vereinsfahne in Berlin wiederzufinden und nach Tempelfelde zurückzuholen. Mit diesem Ereignis beginnt die Vorbereitung der späteren Wiedergründung der Schützengilde Tempelfelde.



Niederbarnim-Echo vom
29. / 30. August 1992
***
Nach Ende des 2. Weltkriegs verboten die Alliierten die Schützenvereine als uniformierte Waffenträger. Erst mit Gründung der Bundesrepublik wurden sie wieder zugelassen.

In der DDR blieben sie untersagt. Der Schießsport wurde in den staatlichen Organisationen Deutscher Turn- und Sportbund (DTSB) und Gesellschaft für Sport und Technik (GST) betrieben.

Ab Anfang 1990 erfolgten in den neuen Bundesländern Wiedergründungen alter Vereine sowie Gründungen neuer Schützenvereine.

Quelle: Wikipedia

1936

 
Aufnahme zum 75jährigen Jubiläum der Gilde  

***

1933/34 schaltete sich - wie fast alle anderen Sportverbände - der Deutsche Schützenbund dem NS-Regime gleich.

In der Folgezeit war im Verband und in den Schützenvereinen eine gewisse Renitenz gegen das Regime spürbar, so dass der Deutsche Schützenbund nach den Olympischen Spielen von 1936 zwangsaufgelöst wurde. Der Sportbetrieb lief unter dem Dach des Nationalsozialistischen Deutschen Schützenverbands bis in die ersten Kriegsjahre weiter.

Quelle: Deutscher Schützenbund

1929

 
Eine der wenigen erhalten gebliebenen
Aufnahmen von einem Umzug
 

1928
 
Originalfoto, leider unsachgemäß beschnitten  

1911
50jähriges Jubiläum der Schützengilde Tempelfelde. Zu diesem Anlass wird eine neue Vereinsfahne gestiftet, die alte Fahne ging vermutlich bei einem Brand verloren.

Erinnerungsmedaille, gefunden bei Grabungsarbeiten in Tempelfelde

1910
 
Biesenthaler Zeitung vom September 1910

1861
Gründung der Schützengilde Tempelfelde

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Die Ursprünge der Schützengilden und -vereine finden sich in den mittelalterlichen Städten. Beispiele hierfür sind die Karlsschützengilde in Aachen und die Nürnberger Schützengesellschaften.

Die ältesten urkundlichen Erwähnungen von Schützengilden stammen aus dem Jahr 1139 (Gymnich) und 1190 (Düsseldorf).

Die Schützenvereine in ihrer heutigen Form entstanden im frühen 19. Jahrhundert in Folge der napoleonischen Kriege.

Quelle: Wikipedia



Schützengilde Tempelfelde
1861 e.V.